Hinzurechnungsbetrag

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Hinzurechnungsbetrag bei der Lohnsteuer · Infos 2020

Was versteht man unter dem Hinzurechnungsbetrag und welche Rolle spielt er bei der Berechnung der Lohnsteuer? Der seit dem Jahr 2000 existierende Hinzurechnungsbetrag ist für alle Arbeitnehmer interessant, die mehrere Beschäftigungen und trotzdem nur ein geringes Einkommen haben.

Neben den Beträgen, die vom Arbeitslohn abgezogen werden, gibt es einen sogenannten Hinzurechnungsbetrag, der vom Arbeitgeber zum Arbeitslohn hinzugerechnet werden muss, bevor er die endgültige Lohnsteuer aus der Lohnsteuertabelle ablesen kann. Genau wie bei dem Abzug der Freibeträge spielt auch der Hinzurechnungsbetrag für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge keine Rolle.

Beantragung des Hinzurechnungsbetrags

Um den Hinzurechnungsbetrag zu nutzen, muss er zuvor beim Finanzamt beantragt worden sein und zwar über das Lohnsteuerermäßigungsverfahren. Die Höhe der Hinzurechnung können Sie bis zum Höchstbetrag frei bestimmen.

Anwendung findet das Verfahren des Hinzurechnungsbetrags vor allem in dem Fall, wenn ein Arbeitnehmer mehrere Arbeitsverhältnisse hat. Damit in diesem Fall nicht bereits beim Lohnsteuerabzug zu hohe Lohnsteuerbeträge einbehalten werden, kann sich der Arbeitnehmer einen Freibetrag auf seiner zweiten oder jeder weiteren Lohnsteuerkarte eintragen lassen.

Gleichzeitig wurde früher auf der ersten Lohnsteuerkarte der Betrag in gleicher Höhe als Hinzurechnungs-Betrag eingetragen. Dieses Verfahren war allerdings abhängig von besonderen Bedingungen und konnte nur dann angewendet werden, wenn der Lohn den der Arbeitnehmer aus seinem ersten Arbeitsverhältnis erhält, niedriger war als der Eingangsbetrag der entsprechenden Jahreslohnsteuertabelle.

Der Hinzurechnungsbetrag ist vor allem für Rentner und Studenten interessant.

Hinzurechnungsbetrag

Hinzurechnungsbetrag und steuerfreie Freibeträge

Beim Hinzurechnungsbetrag ist zu beachten, dass die Wahl des Freibetrags nicht nur abhängig ist von der Differenz zwischen dem Jahresarbeitslohn aus dem ersten Arbeitsverhältnis des Arbeitnehmers und den Eingangsbeträgen der Jahreslohnsteuertabelle.

Wenn zum Beispiel früher der Jahresarbeitslohn aus dem ersten Arbeitsverhältnis den Eingangsbetrag der Jahreslohnsteuertabelle nicht überstieg, konnte ein Jahresfreibetrag frei gewählt werden, der zwischen 0 und dem Eingangsbetrag lag. Dieser Jahresfreibetrag wurde dann entsprechend auf der zweiten Lohnsteuerkarte eingetragen.

Die Lohnsteuerklassen bestimmen nur die Höhe der monatlichen Steuervorauszahlung. Die endgültige Steuer des Arbeitnehmers wird erst in der jährlichen Einkommensteuererklärung berechnet. Auf diese Einkommensteuererklärung haben die Lohnsteuerklasse dann keinen Einfluss mehr.


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