Lohnsteuerklassen

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Lohnsteuerklassen Informationen 2020

Lohnsteuerklassen in Deutschland bestimmen bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit den Abzug der Lohnsteuer sowie den Abzug von Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls den Abzug der Kirchensteuer. Gemäß dem deutschen Einkommensteuergesetz gibt es 6 Lohnsteuerklassen, die in erster Linie vom Familienstand des Lohnempfängers abhängig sind. Die Lohnsteuertabelle orientiert sich an den sechs Lohnsteuerklassen und berücksichtigt die jeweiligen Freibeträge und Abzüge.

In bestimmten Situationen lässt sich die Lohnsteuerklasse wechseln. Dabei haben Ehepaare mehr Möglichkeiten bei der Wahl der Lohnsteuerklasse. Seit der Abschaffung der Lohnsteuerkarten wird die entsprechende Lohnsteuerklasse in den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (Abkürzung: ELStAM) eingetragen.

Wofür braucht man Lohnsteuerklassen?

Lohnsteuerklassen sind deshalb notwendig, weil dem Arbeitgeber nur der Bruttoarbeitslohn des Arbeitnehmers aus dem Beschäftigungsverhältnis bekannt ist, aber nicht sein gesamtes zu versteuerndes Einkommen. Durch die gesetzlich bestimmten Freibeträge, die den Lohnsteuerklassen zugeordnet sind, wird das gesamte zu versteuernde Einkommen berechnet.

Die Lohnsteuerklassen bestimmen aber nur die Höhe der monatlichen Steuervorauszahlung. Die endgültige Steuer des Arbeitnehmers wird erst in der jährlichen Einkommensteuererklärung berechnet. Auf diese Einkommensteuererklärung haben die Lohnsteuerklasse dann keinen Einfluss mehr. Nachfolgend finden Sie die Klassifizierung der Lohnsteuerklassen.


Lohnsteuerklasse 1 · Steuerklasse I

Lohnsteuerklassen

Die Steuerklasse 1 gilt für ledige Arbeitnehmer oder solche, die mit einem im Ausland lebenden Partner verheiratet sind. Außerdem für dauernd getrennt lebende oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebenden Arbeitnehmer. Schließlich auch für solche, die verwitwet oder geschieden sind. Eingetragen wird gegebenenfalls noch die entsprechende Anzahl der Kinderfreibeträge.

Lohnsteuerklasse 2 · Steuerklasse II

Die Steuerklasse 2 hingegen betrifft Arbeitnehmer, bei denen die gleichen Bedingungen wie für die Steuerklasse 1 vorliegen und die zusätzlich alleinerziehend sind. Auch für Verwitwete mit mindestens einem Kind gilt die Steuerklasse 2.

Lohnsteuerklasse 3 · Steuerklasse III

Für Verheiratete und nicht dauernd getrennt Lebende Arbeitnehmer gilt die Steuerklasse 3, wenn der Ehegatte des Arbeitnehmers nicht berufstätig ist oder als ebenfalls Berufstätiger die Steuerklasse V gewählt hat. Auch ist die Lohnsteuerklasse III einzutragen für Verwitwete, wenn sie und ihr verstorbener Ehegatte zum Zeitpunkt seines Todes unbeschränkt einkommensteuerpflichtig waren und in diesem Zeitpunkt nicht dauernd getrennt gelebt haben.

Auch wenn der Ehepartner selbstständig ist, gilt die Steuerklasse 3. Verheiratete Arbeitnehmer erhalten die Steuerklasse 4, wenn beide Ehegatten einkommensteuerpflichtig beschäftigt sind und nicht dauernd getrennt leben. Wenn allerdings einer der Ehepartner die Steuerklasse 5 innehat, erhält der andere automatisch die Klasse 3.

Lohnsteuerklasse 4 · Steuerklasse IV

Bei verheirateten Ehegatten, die beide berufstätig und einkommensteuerpflichtig sind, gilt im Normalfall für beide die Steuerklasse 4. Wenn sich beide aber einig sind, kann für einen der Partner die günstigere Steuerklasse 3 beantragt werden. Der andere Partner erhält dann die Steuerklasse 5. Die Lohnsteuerklasse 6 wird nur dann eingetragen, wenn ein Arbeitnehmer eine Lohnsteuerkarte für ein weiteres Arbeitsverhältnis braucht. Alle Lohnsteuerklassen haben unterschiedliche Freibeträge, die bei der Berechnung der Lohnsteuertabelle berücksichtigt werden.

Lohnsteuerklasse 5 · Steuerklasse V

Die Steuerklasse 5 wird verwendet, wenn die Ehepartner anstatt der Kombination 4 und 4, die Kombination 3 und 5 wählen. Dies bietet sich an, wenn die Ehepartner unterschiedlich hohe Einkommen haben, so dass der besserverdienende Partner in die Steuerklasse 3 eingetragen wird und der schlechterverdienende Partner in die Steuerklasse 5.

Lohnsteuerklasse 6 · Steuerklasse VI

Die Steuerklasse 6 wird dann verwendet, wenn ein Arbeitnehmer eine Lohnsteuerkarte für ein zweites oder weiteres Dienstverhältnis benötigt. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Lohnsteuer nach Steuerklasse 6 einzubehalten, wenn der Arbeitnehmer keine Lohnsteuerkarte vorlegt. Die Lohnsteuerklasse 6 verursacht in der Regel die höchste Steuerbelastung.


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